Grönland, Island, Spitzbergen, Reisen in Kleingruppen mit Exkursionscharakter

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Spitzbergen unter Segeln erleben

Segelschiff- und Wanderreisen mit der Antigua

Termine


Reisebeschreibungen


11.09. - 21.09.2018

(ausgebucht, Warteliste möglich)

Wanderung auf dem Eis

 

Beobachtung eines Eisbärs

 

Regelmäßig im Sommer und im beginnenden Herbst wollen wir Spitzbergen intensiv kennenlernen und sind dabei auf dem Dreimastsegler Antigua unterwegs. Das intensive, aktive Erlebnis der Natur, Tierwelt und Geschichte Spitzbergens in aller Vielseitigkeit, auf Wanderungen ausgehend von einem Segelschiff in traditionellem Stil, steht im Vordergrund.

 

Mindestens einen Landgang täglich wird es durchschnittlich geben, um Landschaft und Tierwelt zu erkunden. Während der 18 Tage im Reisezeitraum Juli/August wollen wir bei „günstigen" Eisbedingungen versuchen, Spitzbergen durch die Hinlopenstraße zu umrunden; bei „ungünstigen" Eisbedingungen werden wir die Zeit ebenso erlebnisreich an der West- und Nordküste Spitzbergens verbringen. Die Wahrscheinlichkeit, Spitzbergen zu umrunden, liegt im Juli über 50 %.

 

Auf den 11-tägigen Fahrten im September bewegen wir uns entlang der Westküste und in den nordwestlichen Bereich Spitzbergens. Welche Richtung wir einschlagen, ist weitgehend abhängig vom Wetter und Wind. Lohnenswerte Ziele gibt es im Westen für weit mehr als nur eine Fahrt!

 

Auf Fotopirsch

 

Spitzbergenrentier vor der Kamera

 

In jedem Falle wollen wir möglichst viele der schönen, abwechslungsreichen Buchten und Inseln Spitzbergens kennenlernen: Von gemütlichen Spaziergängen über Tundrawanderungen bis hin zu kleinen Bergtouren oder Fahrten an Bord der Antigua durch schöne Fjorde mit Gletschern und Bergen zu beiden Seiten werden wir flexibel die besten Gelegenheiten wahrnehmen, welche die Natur uns bietet.

 

Es gibt keine Sehenswürdigkeiten, die für uns ein „muss" sind: Auch wenn manche Fjorde etwa aus historischen Gründen sowie wegen ihrer guten Zugänglichkeit mehr Bekanntheit erlangt haben als andere, sind letztere doch ebenso schön, nur oft weniger bekannt. Letztlich entscheiden wir je nach Situation und nach Wetter, so dass wir möglichst viel Zeit bei möglichst schönem Wetter in den schönsten Gegenden verbringen, die uns zugänglich sind. Neben traditionellen Routen wollen wir dabei auch immer wieder Neuland betreten.

 

Normalerweise dauern die Landgänge zwei bis vier Stunden, aber wenn das Wetter sich für eine Tagestour anbietet, werden wir gerne die Picknickkörbe packen und uns die Gelegenheit zu einer längeren Tour nicht entgehen lassen. An Land werden wir uns meistens in zwei oder auch drei Gruppen aufteilen, die, wegen der Möglichkeit jederzeit unerwartet auf Eisbären zu stoßen, von je einem bewaffneten Guide begleitet sein werden. Auf diese Art können wir uns in kleineren Gruppen bewegen und verschiedene Touren zur Auswahl anbieten: So macht beispielsweise eine Gruppe eine kleine Bergtour und die andere erkundet die küstennahe Tundra und das Ufer.

 

Antigua

 

Das Gelände ist naturgemäß generell weglos und oft auch unwegsam: Der Boden ist oft steinig-felsig, Steigungen wollen überwunden werden, diese können auch schon mal steiler sein (sicher aber keine Kletterei). Grundlegende Trittsicherheit und eine gewisse Ausdauer setzen wir bei unseren Gästen voraus, wie auch die Motivation, regelmäßig an mehrstündigen Wanderungen teilzunehmen. Die Bilder und Reiseberichte auf www.Spitzbergen.de vermitteln hiervon einen realistischen Eindruck. Natürlich machen wir regelmäßig Pausen zum Erholen, Beobachten, Fotografieren, Erläutern, … wer aber oft viel Zeit braucht, um spezielle Interessen intensiv zu verfolgen, muss wissen, dass wir eine Gruppenreise machen, wobei es gilt, eine für die Gruppen passende Gehgeschwindigkeit und Pausenfrequenz zu finden.


Ambitionierte Fotografen, die regelmäßig Zeit etwa zum Aufstellen des Stativs brauchen, seien darauf hingewiesen, dass wir regelmäßig spezielle Fahrten mit Fotoschwerpunkt durchführen (z.B. die Reise vom 13. - 23.09.2016; s.o.); ansonsten liegt unser Schwerpunkt auf "Wandern", und wir wollen denen, die wandern wollen, auch die Möglichkeit geben, dies so oft wie möglich zu tun.

 

Auf den Fahrten, die Rolf Stange und die Geographische Reisegesellschaft mit der Antigua
anbieten, sind wir mit insgesamt drei Guides dabei, so dass wir uns an Land in zwei oder drei Gruppen aufteilen können und dadurch deutlich mehr mehr Flexibilität erreichen - ein merkbarer Gewinn an Qualität.

 

Das Natur- und Landschaftserlebnis wird uns wichtiger sein als das hektische "Abhaken" von Sehenswürdigkeiten. Geschichte und Geschichten aus älteren und neueren Zeiten wird es ebenso regelmäßig geben wie naturkundliche Hintergründe, an der frischen Luft oder gemütlich an Bord, ganz wie es sich anbietet.

 

Rückmarsch über das Eis

 

Vogelbeobachtung

 

Die Reisezeit


Im Juli ist der Höhepunkt des arktischen Sommers. Überall blühen die kleinen Blümchen, Rentiere futtern sich nach Herzenslust satt und die kurze, hektische Brutsaison arktischer Vögel ist weit fortgeschritten, auf flacher Tundra wie auf schroffen Vogelfelsen. Zehntausende von Krabbentauchern schwirren bei den Kolonien ein und aus, und bei den großen Lummenfelsen geht es zu wie im Bienenkorb.

 

Möglicherweise befinden sich noch Treibeisfelder im Norden und /oder Osten Spitzbergens. Wenn diese nicht zu dicht sind, können wir wir erleben, wie die Antigua sich ihren Weg zwischen den Eisschollen sucht und finden dabei vielleicht Eisbären oder Walrosse. Mit oder ohne Eis - wir werden in jedem Fall gute Chancen für die Sichtung dieser mächtigen Tiere haben, wie auch Wale, vor allem Buckel-, Zwerg- und Finnwale. In jüngeren Jahren ließen sich zudem mehrfach Blauwale sowie sogar äußerst seltene Grönlandwale blicken, und ein spektakulärer Höhepunkt der Arktis-Saison 2012 war die Sichtung eines vollständig weißen Buckelwals - ein äußerst seltenes Tier, aber wer weiß …?

 

Die Tierwelt einschließlich der zahlreichen Vögel und die arktische Tundra mit ihrer erstaunlichen Pflanzenvielfalt werden nicht nur täglich für neue, schöne Eindrücke sorgen, sondern uns auch in Vorträgen und Hintergrundgesprächen regelmäßig beschäftigen und somit ein klarer Schwerpunkt für diese Reise im arktischen Hochsommer sein. Zu dieser Zeit steht die Mitternachtssonne hoch am Himmel, so dass wir während der gesamten Fahrt keinerlei Dunkelheit erleben werden, dafür Tageslicht zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten, was es uns ermöglicht, auch abends noch einmal an Land gehen oder bei einem Gletscher vorbeizufahren. Erholungsurlaub steht nicht auf dem Programm!

 

Anlandung auf dem Eis

 

Im September neigt der arktische Sommer sich dem Ende entgegen. Die frühsommerliche Schneeschmelze ist schon lange vorbei und die Tundra dementsprechend relativ trocken – ideal für Wanderungen. Erster Neuschnee kann bereits die Berghänge mit einem Hauch von „Puderzucker“ überzogen haben und den landschaftlichen Strukturen so reizvolle Kontraste verleihen. Ein erste Andeutung von Winter liegt in der Luft – im Vergleich zum echten Winter noch homöopathisch dosiert, aber spürbar, und die Temperaturen können potenziell auch tagsüber bereits unter den Gefrierpunkt fallen.

 

Die Zeit der Mitternachtssonne ist vorbei, so dass wir die in der Hocharktis gar nicht selbstverständliche Möglichkeit haben, die schöne Landschaft im warmen Licht von Sonnenuntergängen zu erleben. Nicht umsonst machen manche Profi-Fotografen ihre Spitzbergen-Expeditionen bevorzugt im September. Auch Nordlichter sind gegen Ende der Reise theoretisch bereits denkbar, aber für die perfekte Nordlicht-Saison sind wir noch etwas zu früh; alles auf einmal geht eben nicht …

 

Einige späte Blüher mögen noch die letzten Blüten zeigen, aber die Zeit bunter Blütenteppiche ist vorbei, wie auch dieBrutperiode arktischer Vögel: Wer die volle Artenvielfalt des höchsten Nordens sehen will, ist im September für viele Arten bereits zu spät dran; einige der späteren Zugvögel sind aber noch vor Ort. Bis zur Leblosigkeit des arktischenWinters sind noch etliche Wochen Zeit.

Wir werden gute Chancen für Sichtungen von hocharktischen Tieren wie Eisbären und Walrossen haben, wie auch Wale, vor allem Buckel-, Zwerg- und Finnwale. In den letzten Jahren ließen sich zudem mehrfach Blauwale und sogar äußerst seltene Grönlandwale blicken – wer weiß...?