Grönland, Island, Spitzbergen, Reisen in Kleingruppen mit Exkursionscharakter

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Spitzbergen für Fortgeschrittene

 Segel- und Wanderreisen mit der Arctica II

Termine


Reisebeschreibungen


04.08. - 22.08.2019

(der Termin in der Beschreibung ist nicht richtig. Der korrekte Termin ist der hier genannte 04. - 22.08.2019)

 

 

Ein sehr nahes, fast intimes und sehr aktives Naturerlebnis, schwerpunktmäßig in den abgelegenen Regionen Spitzbergens, mit sehr kleiner Gruppe und maximaler Flexibilität - das ist das, was wir unter „Spitzbergen für Fortgeschrittene" verstehen.

 

An manch einer bekannten Stelle, die üblicherweise zum Pflichtprogramm gehört, werden wir vorbeifahren, um stattdessen möglichst viel Zeit in den wilden, fernen Ecken Spitzbergens zu verbringen, in den abgelegensten Winkeln, die für größere Schiffe oft unzugänglich sind. Zudem werden wir deutlich mehr Zeit als größere Schiffe haben, um diese spannenden Regionen zu besuchen und um uns dort nach arktischen Tieren umzuschauen.

 

Die Fahrt richtet sich nicht an diejenigen, die bequem ein paar mehr oder weniger schnelle Eindrücke von Spitzbergen sammeln wollen, sondern an diejenigen, die selber gerne mit anpacken und eine expeditionsartige Reise machen wollen, bei der die Natur das Sagen hat. Die Chancen auf wirklich einmalige Tierbeobachtungen stehen bestens, so dass auch ambitionierte Tierfotografen angesprochen sind. Wir werden abgelegene Teile Spitzbergens kennenlernen und erwandern und uns dadurch intensive Naturerlebnisse von Seltenheitswert erschließen.

 

Bei allen Teilnehmern setzen wir Freude am Wandern durch wegloses, auch steiniges Gelände voraus sowie die Bereitschaft, zur guten Atmosphäre und zu einem reibungslosen Ablauf des täglichen Lebens an Bord unter beengten Verhältnissen beizutragen. Wichtig hierfür sind Gruppentauglichkeit und die Bereitschaft, bei täglich anfallenden Tätigkeiten regelmäßig mitzuwirken, v.a. beim Zubereiten der Mahlzeiten sowie durch die Teilnahme bei der Wache am Ruder. Wir machen keinen Erholungsurlaub, aber dafür gibt es Arktis pur, abenteuerliche Erlebnisse und Stille - mit viel Zeit.

 

Die Arctica II

 

Wir werden auf der Arctica II von Heinrich Eggenfellner aus Longyearbyen unterwegs sein. 2010 haben wir mit der etwas kleineren Arctica I, ebenfalls im Besitz von Heinrich Eggenfellner, eine Filmexpedition zum Nordaustland gemacht und hoffen für 2016 auf ähnliche Erlebnisse und Eindrücke mit der Arctica II. Die Reise von 2010 wurde durch die Eisbären- und Spitzbergen-Dokumentation „Überleben im Reich der Eisbären" von Kai Schubert bekannt.

 

Die geringe Größe der Arctica II erlaubt uns maximale Flexibilität. Wir werden selber die Mahlzeiten zubereiten und mitunter auch das Boot steuern (Vorkenntnisse sind nicht erforderlich) und sind nicht von den planungstechnischen Erfordernissen eines Kochs und einer Service-Mannschaft abhängig: Wenn das Licht schön ist, können wir jederzeit auf Foto-Tour oder Wanderung an Land, auch mitten in der „Nacht".

 

Die Arctica II ist eine 62 Fuß (19,1 Meter) lange Yacht mit solidem Stahlrumpf. Fünf Kabinen bieten bis zu 12 Personen Platz, darunter Skipper und Fahrtleiter. Für eine Yacht ungewöhnlich, haben alle Kabinen jeweils ihre eigene Toilette und Dusche. Drei der Kabinen sind als Doppelkabinen ausgelegt. Es gibt darüber hinaus zwei Dreierkabinen und eine Viererkabine, dieser Raum wird allerdings nicht voll genutzt: Von den insgesamt 14 Kojen vergeben wir nur 12 (einschließlich Skipper), da es sonst doch zu eng wird. Die Kabinen sind naturgemäß einer Yacht entsprechend klein, bieten aber die Möglichkeit eines Rückzugsraum, wo man auch mal die Tür hinter sich zumachen kann. Es gibt zudem zwei Räume warm und geschützt im Inneren, wo gemütliches Beisammensitzen möglich ist: Zunächst der Salong, der zentral bei den Kabinen und neben der Küche gelegen ist. Darüber hinaus bietet das Kartenhaus bequeme Sitzplätze, die nicht nur vor Wind und Wetter geschützt sind, sondern auch gute Aussicht in fast alle Richtungen bieten. Dort finden alle gleichzeitig Platz.

 

Die Arctica II hat eine effektive Anlage zur Herstellung von Trinkwasser aus Seewasser, so dass Wassermangel unterwegs kein Thema sein sollte, solange von der Dusche diszipliniert Gebrauch gemacht wird. Bei Bedarf nehmen wir irgendwo an einem Bach zusätzlich klares Schmelzwasser auf.


Weitere Details und Bilder zur Arctica II finden Sie auf www.spitzbergen.de -> Arktis-Segelreisen -> Die Schiffe -> Arctica II.

 

 

Die Mannschaft

 

Die Mannschaft besteht aus dem Skipper, dem Fahrtleiter/Guide (Rolf Stange) und den Teilnehmern. Der Skipper (Kapitän) ist entweder Heinrich Eggenfellner, der in Longyearbyen lebende norwegische Eigner des Bootes, oder ein von Heinrich bestimmter, lokal erfahrener Kapitän. Rolf Stange muss als Fahrtleiter mit langjähriger Spitzbergen-Erfahrung an dieser Stelle nicht noch einmal vorgestellt werden. Rolf wird dem Skipper regelmäßig zur Hand gehen, die Landgänge begleiten und mit seinem umfangreichen Wissen landes- und naturkundliche sowie historische Hintergründe liefern. Auch seine Erfahrungen als ambitionierter Fotograf wird Rolf gerne teilen.

 

Ein entscheidender Unterschied etwa zu anderen Schiffen wie Noorderlicht oder Antigua ist, dass es darüber hinaus keine weiteren Besatzungsmitglieder gibt: keine Steuerleute, die das Schiff führen, während wir schlafen, und keine Service-Mannschaft, die aufräumt und das Essen zubereitet, während wir an Land sind. Wir alle – die Teilnehmer, der Skipper und Rolf – werden die Mannschaft sein und uns zusammen um alle anfallenden Arbeiten kümmern. Dies wird nach einem Rotationsprinzip geschehen, das jeden zum Zuge kommen lassen wird. Dadurch werden die Tätigkeiten für den Einzelnen nicht zur Last. Das Wachsystem kann beispielsweise so aussehen, dass auf längeren Fahrstrecken jeder alle 12 Stunden für jeweils eine Stunde das Ruder übernimmt und das Schiff steuert, oder einmal in 24 Stunden für je zwei Stunden. Dies sind nur Beispiele, das tatsächliche Procedere besprechen wir an Bord und letztlich entscheidet der Skipper. Wir werden dabei aber Wert darauf legen, dass ein für alle gut funktionierendes System zur Anwendung kommt, das den Einzelnen nicht überfordert.

 

Entscheidend ist, dass jeder grundsätzlich die Bereitschaft zur Teilnahme mitbringt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, wir werden an Bord ausreichend eingewiesen und die Steuerung des Schiffes wird den Teilnehmern nur unter einfachen, sicheren Verhältnissen überlassen, wobei je nach individueller Erfahrung im Einzelfall Spielraum besteht.

 

Auch die Zubereitung der Mahlzeiten und den Abwasch werden wir im Regelfall nach einem rotierenden System wechselweise übernehmen. Entsprechend wird es keine 3-Gänge-Menues à la carte geben, aber der Speiseplan wird abwechslungsreich und gut sein.

 

 

Der Ablauf

 

Fest vorgegeben ist nur der Rahmen: Wir gehen am Nachmittag des Abfahrtstags in Longyearbyen an Bord und verlassen die Arctica II am Morgen des letzten Tags. Dazwischen werden Wind und Wetter, Tiere und Eis und wir selbst den Fahrplan bestimmen. Tag für Tag werden Rolf und der Skipper die Lage besprechen und entscheiden, wohin die Reise geht, um je nach Verhältnissen die Erlebnisse zu maximieren und die Fahrt angenehm zu gestalten. Natürlich wird Rolf dabei ein offenes Ohr für die Wünsche der Teilnehmer haben.

 

Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass wir Spitzbergen umrunden, legen uns aber nicht endgültig darauf fest: Bei ungünstigem Wetter werden wir nicht tagelang gegen den Sturm fahren, um eine Umrundung mit dem Kopf durch die Wand durchzusetzen, sondern stattdessen an ein sicheres und angenehmes Leben an Bord und abwechslungsreiche Naturerlebnisse denken und eine Route wählen, die den Wetterverhältnissen angepasst ist. Dazu gehört auch, dass wir bei schlechtem Wetter je nach Möglichkeit lieber in geschützter Position „abwettern", als uns über längere Strecken starkem Seegang auszusetzen.

 

Dies kann zu der reizvollen Situation führen, dass wir einzelne Stellen sehr gut kennenlernen können und dabei vielleicht manch eine interessante Entdeckung an Land machen. Vielleicht ergeben sich so auch Pausenzeiten an Bord, die der allgemeinen Erholung dienen: Gelegenheit, mal richtig auszuschlafen oder endlich ein gutes Buch zu lesen - wozu man sonst im Leben ja nie kommt! Natürlich werden wir eine solche Zeit durch kleine Vorträge und gemütliches Beisammensein aufzulockern wissen, aber jeder muss auch in der Lage sein, eine Weile z.B. lesend zu verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt und die Laune sinkt. Das gehört auf einer Arktis-Reise im Expeditionsstil auf einem kleinen Segelschiff dazu, wie jeder weiß, der z.B. In Nacht und Eis von Fridtjof Nansen gelesen hat.

 

Häufiger aber werden mit Sicherheit Zeiten sein, während derer man nur bedauern kann, dass das Schlafbedürfnis irgendwann sein Recht einfordern wird. Die Sonne geht nicht unter, die Naturerlebnisse werden vielfältig sein und hinter jeder Landspitze locken neue, unbekannte arktische Landschaften, die es zu entdecken gilt: sei es auf kurzen Erkundungsstreifzügen oder auf längeren Wanderungen. Wir streben an, regelmäßig Wanderungen zu machen, die beispielsweise den „längeren Gruppen" auf den Antigua-Reisen entsprechen, die vielen Teilnehmern auf der Reise mit der Arctica II sicher bekannt sein werden: Dann nehmen wir Verpflegung mit an Land und sind einen halben Tag oder länger unterwegs.

 

Die Distanzen, die wir an Land zu Fuß zurücklegen, können im Einzelfall auch mal deutlich über 10 Kilometer hinausgehen. Wie wäre es beispielsweise mit einer Wanderung zu den warmen Quellen im Tal, das sich an den Bockfjord anschließt? Nicht die kleinen Quellen in Ufernähe, sondern die größeren mit den schönen Kalksinterterrassen? Dorthin sind vom Ufer acht Kilometer zurückzulegen und zurück muss man auch noch. Aber es lohnt sich! Nur als Beispiel. Zeit für solche Touren werden wir haben, und passende Gelegenheiten bei gutem Wetter sollten wir uns nicht entgehen lassen.