Grönland, Island, Spitzbergen, Reisen in Kleingruppen mit Exkursionscharakter

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Spitzbergen - unsere Route

 

Während unserer Reise wollen wir die küstennahen Gebiete rund um die Hauptinsel Spitzbergen sowie einiger Nebeninseln kennenlernen: Ausreichend Zeit zu haben, um in die verschiedensten Gebiete vorzustoßen, ist der Hauptgrund für die Reisedauer. Wir werden in verschiedene Fjorde einfahren, Sunde passieren und auf vorgelagerten großen Inseln und kleinen Eilanden an Land gehen. Einen festgelegten Fahrtplan gibt es nicht: Rolf Stange kennt Spitzbergen aus langjähriger Erfahrung und wird zusammen mit dem Kapitän unterwegs flexibel entscheiden, wie der Plan aussieht - je nach Eis, Wind und Wetter! Die Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigen, dass die Eisverhältnisse zu dieser Jahreszeit völlig unvorhersehbar sind: Das Treibeis kann sich soweit zurückgezogen haben, dass es für uns unsichtbar bleibt; andererseits kann es sich so hartnäckig in den Küstengewässern halten, dass es eine Umrundung Spitzbergens unmöglich macht … die Natur in ihrer Unvorhersehbarkeit und ihrer Unbeherrschbarkeit durch den Menschen und seine Technik macht ja gerade das Spannende an der Reise aus. Unser Vorteil ist, dass wir durch die lange Reisedauer ein gutes Zeitpolster haben, um flexibel auf alles zu reagieren und beispielsweise Ziele ansteuern können, die andere aus Zeitgründen backbord liegenlassen müssen.

 

Es gibt keine einzelnen Orte oder Fjorde, deren Erreichen für uns auf dieser Fahrt über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, denn überall sind wunderbare Landschaftserlebnisse und Tierbeobachtungen möglich. Unsere Reise wird uns aber auf jeden Fall an etliche der folgenden Orte führen:

Isfjord: Der größte Fjord Spitzbergens vereint fast die gesamte landschaftliche und biologische Vielfalt der ganzen Inselgruppe in seinen vielen Verzweigungen. Dort befinden sich auch Longyearben, wo die Schiffsreise beginnt und endet, sowie die russischen Siedlungen Pyramiden und Barentsburg. Ein Besuch in einer der beiden russischen Siedlungen (meistens Barentsburg) ist wahrscheinlich.
St. Jonsfjord: Ein stiller, schöner Fjord nördlich des Isfjord. Kleine Bergwanderungen locken mit guten Aussichten auf die farblich dezent-bunte Landschaft.
Forlandsund: Der geringe Tiefgang erlaubt es der Antigua als einem von wenigen Schiffen, den stellenweise sehr flachen Forlandsund zwischen dem Prins Karls Forland und der Hauptinsel Spitzbergen zu passieren.
Prins Karls Forland: Auf dem Prins Karls Forland gibt es weite Tundragebiete und fantastische, vergletscherte Bergketten mit beeindruckenden Permafrostphänomenen. Manchmal sind Walrosse daheim.
Kongsfjord: Das landschaftliche Panorama des Kongsfjord hat schon die alten Walfänger begeistert; heute liegt dort der zu einer Forschungssiedlung umgebaute Ort Ny Ålesund mit dem Luftschiffmast, von dem aus Amundsen (1926) und Nobile (1928) ihre berühmten Nordpolexpeditionen starteten, und dem nördlichsten Briefkasten der Welt.
Krossfjord: Dieser Meeresarm ist mehrfach verzweigt, so dass man allein hier Tage verbringen könnte. Der landschaftlich schöne Fjord war die Bühne für historische Begebenheiten von den Walfängern bis hin zu einer deutschen Wetterstation aus den Tagen des Zweiten Weltkrieges - vor dem Hintergrund großer Gletscher und schroffer Berge.
Magdalenefjord: Dieser enge Fjord an der nördlichen Westküste ist für seine gewaltige Berg- und Gletscherlandschaft weithin berühmt. Dazu trägt auch seine gute Erreichbarkeit bei: Er ist nur selten von Treibeis blockiert und tief genug, damit auch größere Schiffe einfahren können.
• Smeerenburgfjord/Fuglefjord: Diese Fjorde sind weit weniger bekannt als der Magdalenefjord, mit ihren bis zu um 1000 Meter hohen Bergen und großen Gletschern aber nicht weniger beeindruckend.
Nordvestøyane: Hierbei handelt es sich um eine kleine Inselgruppe an der Nordwestecke Spitzbergens. Die meisten dieser Felseninselchen sind schroff und steinig. Dennoch gibt es hier und da Wandermöglichkeiten. Ihre Bekanntheit verdanken einige dieser Inseln aber vor allem historischen Stätten wie der alten Walfangstation Smeerenburg auf Amsterdamøya.
Raudfjord: Die Westseite weist Arktis-Landschaft alpiner Prägung mit steilen Berghängen und Gletschern auf, während die Ostseite mit kuppig-hügeligem Gelände und einem eisfreien Tal zu Wanderungen einlädt.
Woodfjord: Dieser lange Meeresarm verläuft längs des Andrée-Landes mit seinen runden Bergformen und teilweise rötlich-bunten Felshängen. Der Woodfjord hat zwei Abzweige, den Bockfjord und den Liefdefjord.
Bockfjord: Dieser recht kleine Nebenarm des Woodfjord ist aufgrund seiner besonderen Geologie bekannt, denn hier steht die einzige Vulkanruine Spitzbergens, das Sverrefjellet. Kleine warme Quellen erinnern an die vulkanische Aktivität, die mittlerweile in einiger Vergangenheit liegt.
Liefdefjord: Liebliche Landschaften mit weiten Tundra-Ebenen und kleinen Inselchen im äußeren Bereich bilden einen starken Kontrast zu schroffen Bergen um den Monaco-Gletscher am inneren Ende des Fjords.
Wijdefjord: Dieser Fjord fällt auf der Karte schon wegen seiner geraden, langen Form ins Auge. Er schneidet Spitzbergen beinahe in 2 Hälften. Auf der Westseite liegt das Andrée-Land, auf der Osteite erhebt sich die stark vergletscherte Hochebene Ny Friesland. Im inneren Wijdefjord beherrscht der Mittag-Leffler-Gletscher das Bild. Von hier bis zur Fjordmündung weist die Vegetation eine interessante Zonierung auf. Im Wijdefjord spielten sich 1912/13 einige Dramen der tragisch gescheiterten Schröder-Stranz-Expedition ab. Der Wijdefjord wird eher selten befahren, bietet aber schöne Landschaften und Landemöglichkeiten.
Die Treibeiskante. Deren Lage schwankt stark von Jahr zu Jahr und innerhalb der Jahreszeiten. Wenn sie in Reichweite ist, sehen wir uns das Eis aus der Nähe an und hoffen dabei auf spannende Begegnungen mit der Tierwelt der Hocharktis.
Die Hinlopenstraße trennt die Hauptinsel Spitzbergen vom Nordaustland, der zweitgrößten Insel des Archipels. Für die Landschaft zu beiden Seiten dieser Meeresstraße sind großartige, weitläufige Landschaften mit riesigen Eiskappen charakterisch. In der Hinlopenstraße gibt es große Vogelkolonien und gute Chancen zur Sichtung anderer Tiere. Die Vegetation ist vielerorts so spärlich, dass die Gegend ökologisch die Bezeichnung „Polarwüste" verdient. Die Eisbedingungen in der Hinlopenstraße sind unverhersehbar und wechselhaft; hier wird sich wahrscheinlich entscheiden, ob wir Spitzbergen umrunden können.
Nordaustland: Die zweitgrößte Insel der Inselgruppe ist größtenteils vergletschert und hat die längste Gletscherabbruchkante der gesamten nördlichen Hemisphäre aufzuweisen. Einige der Fjorde an der West- und Nordküste werden selten besucht, bieten aber wunderschöne, hocharktische Landschaftseindrücke und Wandermöglichkeiten.
• Die schmale Meerenge Heleysund zwischen Barentsøya und Spitzbergen hat zeitweise beeindruckende, starke Gezeitenströmungen und ist somit nur bei guten Bedingungen passierbar, alternativ fahren wir durch den Freemansund zwischen Barents- und Edgeyøya. Beide bieten schöne Landestellen mit weiter Tundra und guten Chancen für Tierbeobachtungen.
• Im Südosten der Inselgruppe liegen die Inseln Barentsøya und Edgeøya mit ihren typischen, weitläufigen Plateauberglandschaften. Weniger stark vergletschert als etwa das Nordaustland, haben Barents- und Edgeøya weite, saftig erscheinende Tundragebiete mit großen Rentierbeständen, während andernorts mächtige Kliffküsten das Land unzugänglich erscheinen lassen. In steil eingeschnittenen Schluchten brüten Dreizehenmöwen in dichten Kolonien. Bei gutem Wetter laden diese Inseln vielerorts zu weiten Wanderungen ein.
• Im nördlichen Storfjord, der zwischen Spitzbergen und den südöstlichen Nachbarinseln Barentsøya und Edgeøya liegt, befindet sich der Negribreen, einer der größten Gletscher Spitzbergens. Die Ostküste Spitzbergens ist schlecht vermessen und gegenüber Wind und Seegang recht exponiert, aber bei günstigen Verhältnissen gibt es einige Buchten und Küsten, die wir anlaufen und erkunden können. Auf der Strecke von Barents-/Edgeøya zum Hornsund werden wir aber erfahrungsgemäß Strecke machen, d.h. wahrscheinlich einen Seetag einlegen.
• Das Sørkapp Land ganz im Süden Spitzbergens hat keinerlei geschützte Buchten, die Gewässer sind sehr flach und die Küsten somit weitgehend unzugänglich. Sollte das Wetter auf unserer Seite sein, könnten wir beispielsweise in der Stormbukta Trollosen besuchen, die größte Quelle Spitzbergens.
• Der Hornsund hat nicht zu Unrecht den Ruf eines landschaftlichen Höhepunktes, reihen sich um ihn doch mehrere große Gletscher und einige sehr sehenswerte Berge. Trotz der insgesamt schroff und unzugänglich erscheinenden Landschaft gibt es ein paar schöne Wandermöglichkeiten.
• Im Bellsund könnte man sich ohne Weiteres mehrere Tage aufhalten. Die Landschaft besteht aus einigen weiten Tundragebieten, einer Reihe charakteristischer Inselchen und Landvorsprünge - bedingt durch eine ganz eigene, sehenswerte Geologie - und schönen Bergen, von denen einige bei gutem Wetter förmlich zu kleinen Gipfeltouren einladen. Am Ufer stößt man hingegen allerorts auf Überbleibsel aus der „Goldsucherzeit" im frühen 20. Jahrhundert, als kleine Bergwerke überall aus dem Boden schossen wie woanders Steinpilze.
Und sonst noch? In den meisten dieser Fjorde könnte man bereits mehrere Tage verbringen. Neben bekannten Klassikern werden wir auf Entdeckungstour gehen und kaum besuchte Stellen erkunden. Die Arktis lässt sich nicht vorhersagen, aber eines ist sicher: wir werden unterwegs viel zu sehen und zu erleben haben!