Reisebeschreibungen, Text (Langform)

Spitzbergen unter Segeln erleben – Reisebeschreibungen im Detail

Mit dem Zweimast-Motorsegler Meanderin Spitzbergen bieten wir jeweils zwei Fahrten im Frühjahr, im Hochsommer und im Spätsommer/Herbst an. Unter den Links oben findet Ihr die detaillierten Beschreibungen der jeweiligen Reisen und die Reiserouten. Zudem findet Ihr ausführliche Informationen unter folgenden Verweisen:

Unsere frühen Spitzbergen-Reisen „Unter Segeln zum Eis und zu den Tieren der Arktis“

Vom 26. Mai bis zum 03. Juni sowie vom 4. Juni bis 13. Juni wollen wir die Schnee- und Eislandschaften und die Tiere Spitzbergens kennenlernen und sind dabei auf dem Zweimast-Motorsegler Meanderunterwegs. Das Erlebnis der Natur, Landschaft und Tierwelt der Arktis mit den Besonderheiten des Übergangs zwischen Winter und Sommer auf einem Segelschiff mit traditionellem Charakter steht im Vordergrund.

Mit 8 und 9 Übernachtungen an Bord haben wir viel Zeit für die arktische Natur, aber die Fahrt wird sich organisatorisch und nicht zuletzt auch finanziell leichter in manche Urlaubsplanung einbringen lassen als die teilweise deutlich längeren Reisen später in der Saison. Das fügt sich auch bestens mit der Reisezeit recht früh im arktischen Sommer: Ende Mai und Anfang Juni liegt das Land noch in weiten Teilen unter einer Schneedecke verborgen und das Eis hat oft noch die Fjorde und Gewässer in manchen Teilen Spitzbergens fest im Griff. Damit bietet es sich an, die Fahrt schwerpunktmäßig dem Eis und der Tierwelt widmen, die nun in die Arktis zurückgekehrt ist. Natürlich werden wir auch Landgänge machen, aber eben nicht unbedingt regelmäßig zwei täglich, umso mehr Zeit für die Suche und das Beobachten von Tieren und das Genießen der vorbeiziehenden Landschaften zu haben.

Um die Landgänge im schneereichen Gelände, wie es für den arktischen Frühsommer typisch ist, zu erleichtern, können wir Schneeschuhe verwenden, die auf der Meander für alle in ausreichender Zahl vorhanden sind. Schneeschuhe erfordern keinerlei spezielle Fertigkeiten oder Erfahrung, sondern können direkt von jedem mit jedem robusten Schuh (auch mit kräftigen Gummistiefeln) verwendet werden und erleichtern das Gehen in tiefem Schnee erheblich.

Die letzten Jahre haben auch gezeigt, dass es später im Sommer zunehmend unwahrscheinlich wird, küstennah Treibeis zu finden. Anfang Juni haben wir aber gute Chancen, das Treibeis in erreichbarer Nähe von Spitzbergen zu finden, und in manchen Fjorden liegt noch festes Eis. Wir wollen diese Fahrt Anfang Juni daher auch zu einem Teil dem Eis widmen und davon eine Menge in seinen verschiedenen Formen sehen und erleben. Dafür möchten wir uns Zeit und Ruhe nehmen, um zum Eis und ins Eis zu fahren. Wenn wir günstige Verhältnisse vorfinden, können wir nach Möglichkeit auch einmal auf dem Eis aussteigen, um die eisige Wunderwelt, die für viele die Essenz der hohen Arktis ist, selbst aus nächster Nähe erleben zu können (garantieren kann man das allerdings nicht).

Wir wollen erleben, wie die Meander sich ihren Weg zwischen den Eisschollen sucht und entdecken dabei hoffentlich auch die Tiere, die für die eisige Welt typisch sind, darunter Walrosse, Robben und hoffentlich den König der Arktis, den Eisbären. Vielleicht sogar die mit dem Treibeis assoziierten seltenen Wale wie den Grönlandwal? Dafür braucht man natürlich Glück, aber wenn man eine Chance hat, dann im frühen Arktis-Sommer an der Eiskante. Also, nichts wie hin!

Im Juni beginnt der arktische Sommer. Wo die Tundra schon schneefrei geworden ist, blühen erste Blumen, Rentiere futtern sich nach Herzenslust wieder satt und die kurze, hektische Brutsaison arktischer Vögel hat begonnen, auf flacher Tundra wie auf schroffen Vogelfelsen. Zehntausende von Krabbentauchern schwirren bei den Kolonien ein und aus, und bei den großen Lummenfelsen geht es zu wie im Bienenkorb. Wir werden natürlich auch den einen oder anderen Landgang machen, um die Tundra und ihre Tiere wie Rentiere, Eisfüchse und verschiedene Vögel aus der Nähe zu erleben. Auch einen Landgang bei einer Walrosskolonie wollen wir möglichst nicht versäumen.

Die Tierwelt einschließlich der zahlreichen Vögel und die arktische Tundra werden nicht nur täglich für neue, schöne Eindrücke sorgen, sondern uns auch in Vorträgen und Hintergrundgesprächen regelmäßig beschäftigen. Die Fauna setzt damit einen klaren Schwerpunkt für diese Reise im arktischen Frühsommer.

Den Vorgaben entsprechend halten wir in Spitzbergen von Eisbären einen Abstand von 500 Metern. Mit Ferngläsern und guten Objektiven sind auch aus dieser Distanz unvergessliche Beobachtungen und schöne Fotos möglich, aber natürlich keine Portraitaufnahmen.

Wenn die Verhältnisse gut sind und wir Glück haben, sehen wir vielleicht einen Eisbären an der Treibeiskante außerhalb der Zwölfmeilenzone. So weit reicht der Arm des norwegischen Gesetzes nicht, dort könnten wir ggf. auch eine Beobachtung aus näherer Distanz erleben und wenn sich eine solche Möglichkeit ergibt, werden wir sie auch wahrnehmen.

Zu dieser Zeit steht die Mitternachtssonne hoch am Himmel, so dass wir während der gesamten Fahrt keinerlei Dunkelheit erleben werden, dafür Tageslicht zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten, was es uns ermöglicht, auch abends noch schöne Beobachtungen zu machen oder bei einem Gletscher vorbeizufahren. Zudem legen wir Wert auf solide landeskundliche Information etwa in Form eines begleitenden Vortragsprogramms an Bord (siehe z.B. die entsprechenden Listen in den Reisetagebücher von 2025). Erholungsurlaub steht nicht auf dem Programm!

Spitzbergen – unsere Route bei den Frühsommer-Reisen

Während unserer Fahrt wollen wir die küstennahen Gebiete an der Westküste von Spitzbergen kennenlernen und planen einen Vorstoß Richtung Treibeis, dessen genaue Position natürlich nicht längerfristig vorhersehbar ist. Einen festgelegten Fahrtplan gibt es nicht. Rolf Stange kennt Spitzbergen aus langjähriger Erfahrung und wird zusammen mit dem Kapitän unterwegs flexibel entscheiden, wie der Plan aussieht – je nach Eis, Wind und Wetter. Die Natur in ihrer Unvorhersehbarkeit und ihrer Unbeherrschbarkeit durch den Menschen und seine Technik macht ja gerade das Spannende an der Reise aus. Unser Vorteil ist, dass wir flexibel auf alles reagieren können und werden.

Unsere Spitzbergen-Sommerreisen „Spitzbergen intensiv erleben und erwandern“

Im Juli ist der Höhepunkt des arktischen Sommers. Überall blühen die kleinen Blümchen, Rentiere futtern sich nach Herzenslust satt und die kurze, hektische Brutsaison arktischer Vögel ist in vollem Gang, auf flacher Tundra wie auf schroffen Vogelfelsen. Zehntausende von Krabbentauchern schwirren bei den Kolonien ein und aus, und bei den großen Lummenfelsen geht es zu wie im Bienenkorb.

Wir wollen die arktischen Landschaften und die Tiere Spitzbergens kennenlernen und sind dabei auf dem Zweimast-Motorsegler Meanderunterwegs. Das intensive, aktive Erlebnis der Natur, Tierwelt und Geschichte Spitzbergens in aller Vielseitigkeit, auf Wanderungen ausgehend von einem Segelschiff in traditionellem Stil, steht im Vordergrund.

Mindestens einen Landgang täglich wird es durchschnittlich geben, um das alles zu erkunden und zu erleben: Von gemütlichen Spaziergängen über Tundrawanderungen bis hin zu kleinen Bergtouren oder Fahrten an Bord der Meanderdurch schöne Fjorde mit Gletschern und Bergen zu beiden Seiten werden wir flexibel die besten Gelegenheiten wahrnehmen, welche die Natur uns bietet. Es gibt keine Sehenswürdigkeiten, die für uns ein „muss“ sind: Auch wenn manche Fjorde etwa aus historischen Gründen sowie wegen ihrer guten Zugänglichkeit mehr Bekanntheit erlangt haben als andere, sind letztere doch ebenso schön, nur oft weniger bekannt. Letztlich entscheiden wir je nach Situation und

nach Wetter, so dass wir möglichst viel Zeit bei möglichst schönem Wetter in den schönsten Gegenden verbringen, die uns zugänglich sind. Das Natur- und Landschaftserlebnis wird uns wichtiger sein als das hektische “Abhaken” von Sehenswürdigkeiten. Geschichte und Geschichten aus älteren und neueren Zeiten wird es ebenso regelmäßig geben wie naturkundliche Hintergründe, an der frischen Luft oder gemütlich an Bord, ganz wie es sich anbietet. Normalerweise dauern die Landgänge zwei bis vier Stunden, aber wenn das Wetter sich für eine Tagestour anbietet, werden wir gerne die Picknickkörbe packen und uns die Gelegenheit zu einer längeren Tour nicht entgehen lassen.

Aufgrund der mit maximal 12 Teilnehmern ohnehin kleinen Gruppengröße werden wir uns an Land nicht unbedingt grundsätzlich aufteilen, aber wir haben die Möglichkeit, bei Bedarf zwei Gruppen zu bilden (ab sieben Teilnehmern). Diese werden wegen der Möglichkeit, jederzeit unerwartet auf Eisbären zu stoßen, von je einem bewaffneten Guide begleitet sein.

Das Gelände ist naturgemäß generell weglos und oft auch unwegsam: Der Boden ist oft steinig-felsig, Steigungen wollen überwunden werden, diese können auch schon mal steiler sein (aber keine Kletterei). Es geht nicht über Wanderwege, sondern über oft felsiges Gelände. Ein Kilometer ist in Spitzbergen gefühlt doppelt so lang wie im Mittelgebirge! Grundlegende Trittsicherheit und eine gewisse Ausdauer setzen wir bei unseren Gästen voraus, wie auch die Motivation, regelmäßig an mehrstündigen Wanderungen teilzunehmen. Die Bilder und Reiseberichte auf www.spitzbergen.de vermitteln hiervon einen realistischen Eindruck, wie auch die Infoseite „Arktisches Gelände“ auf Spitzbergen.de (Link in der online-Beschreibung dieser Reise oder nebenstehenden QR-Code scannen). Natürlich machen wir regelmäßig Pausen zum Erholen, Beobachten, Fotografieren, Erläutern etc. Wer aber oft viel Zeit braucht, um spezielle Interessen intensiv zu verfolgen, muss wissen, dass wir eine Gruppenreise machen, wobei es gilt, eine für die Gruppen passende Gehgeschwindigkeit und Pausenfrequenz zu finden.

Möglicherweise befinden sich noch Treibeisfelder im Norden Spitzbergens. Wenn diese in Reichweite und nicht zu dicht sind, können wir erleben, wie die Meandersich ihren Weg zwischen den Eisschollen sucht und finden dabei vielleicht Eisbären oder Walrosse. Mit oder ohne Eis – wir werden in jedem Fall gute Chancen für die Sichtung dieser mächtigen Tiere haben, wie auch Wale, vor allem Buckel-, Zwerg- und Finnwale. In jüngeren Jahren ließen sich zudem mehrfach Blauwale sowie sogar Grönlandwale blicken – äußerst seltene Tiere, aber wer weiß …?

Den Vorgaben entsprechend halten wir in Spitzbergen von Eisbären einen Abstand von 300 Metern. Mit Ferngläsern und guten Objektiven sind auch aus dieser Distanz interessante Beobachtungen und schöne Fotos möglich, aber natürlich keine Portraitaufnahmen. Wenn die Verhältnisse gut sind und wir Glück haben, sehen wir vielleicht einen Eisbären an der Treibeiskante außerhalb der Zwölfmeilenzone. So weit reicht der Arm des norwegischen Gesetzes nicht, dort könnten wir ggf. auch eine Beobachtung aus näherer Distanz erleben und wenn sich eine solche Möglichkeit ergibt, werden wir sie ganz sicher auch wahrnehmen.

Die Tierwelt einschließlich der zahlreichen Vögel und die arktische Tundra mit ihrer erstaunlichen Pflanzenvielfalt werden nicht nur täglich für neue, schöne Eindrücke sorgen, sondern uns auch in Vorträgen und Hintergrundgesprächen regelmäßig beschäftigen und somit ein klarer Schwerpunkt für diese Reise im arktischen Hochsommer sein. Zu dieser Zeit steht die Mitternachtssonne hoch am Himmel, so dass wir während der gesamten Fahrt keinerlei Dunkelheit erleben werden, dafür Tageslicht zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten, was es uns ermöglicht, auch abends noch einmal an Land gehen oder bei einem Gletscher vorbeizufahren. Zudem legen wir Wert auf solide landeskundliche Information etwa in Form eines begleitenden Vortragsprogramms an Bord. Erholungsurlaub steht nicht auf dem Programm!

Spitzbergen – die Route auf unseren Sommerreisen

Während unserer Reise wollen wir die Fjorde im Westen und Norden der Hauptinsel Spitzbergen kennenlernen und bei günstigen Bedingungen auf unserer zweiten und mit 15 Tagen auch längeren Reise die Hauptinsel Westspitzbergen umrunden. Einen festgelegten Fahrtplan gibt es nicht: Fahrtleiter Rolf Stange kennt Spitzbergen aus langjähriger Erfahrung und wird zusammen mit dem Kapitän unterwegs flexibel entscheiden, wie der Plan aussieht – je nach Eis, Wind und Wetter!

Wichtig ist uns ein vielseitiges, abwechslungsreiches Spitzbergen-Erlebnis. Gesetzliche Regeln geben uns in bestimmten Teilen Spitzbergens weitgehende Bewegungsfreiheit, während andere Gebiete strenger geschützt und für Landgänge nur punktuell zugänglich sind. Wir werden die Landgänge schwerpunktmäßig dort machen, wo wir uns frei bewegen und somit je nach Wind, Wetter und Eis die am besten geeigneten Plätze aussuchen können. Das sind zu dieser Jahreszeit das Fahrgebiet

„Westspitzbergen: Isfjord-Kongsfjord“, also der große Isfjord, die Westküste Spitzbergens nördlich vom Isfjord und der Kongsfjord. Dazu kommt das Fahrgebiet „Nord-Spitzbergen“, also ein großer Teil der Nordküste Spitzbergens, von der Ostseite des Woodfjords bis zur Westseite des Sorgfjords, sowie eine Reihe weiterer Stellen außerhalb dieser großen Gebiete, die uns Möglichkeiten für Landgänge bieten. Es gibt keine einzelnen Orte oder Fjorde, deren Erreichen für uns auf dieser Fahrt über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, denn überall sind wunderbare Landschaftserlebnisse und Tierbeobachtungen möglich.

Unsere Spitzbergen-Herbstreisen „Spitzbergen-Umrundung im Licht des Spätsommers“ und „Eine Reise ins Licht der Arktis“

Am 26. August schiffen wir uns für unsere erste Späsommer-/Herbstreise in Longyearbyen ein. Im Fokus dieser Reise steht das aktive, hautnahe Erleben der arktischen Inselgruppe Spitzbergen in aller Vielfalt: Das intensive, aktive Erlebnis der Natur, Tierwelt und Geschichte der Region, ausgehend von einem Segelschiff in traditionellem Stil. Zu dieser Zeit im Spätsommer hat sich das Treibeis weit von den Küsten zurückgezogen, und die Durchfahrt durch die Hinlopenstraße ist mit großer Wahrscheinlichkeit frei. Damit sollte einer Umrundung Spitzbergens nichts im Wege stehen. Eine solche Umrundung wollen wir auf dieser Fahrt machen, und dafür planen wir mit einem entsprechend großzügigen Zeitpolster, um unsere Planung unterwegs flexibel an die jeweilige Wetterlage anpassen zu können: Eine wichtige Voraussetzung für viele schöne Erlebnisse und möglichst wenig Seegang.

Zudem findet diese Fahrt zu der Zeit statt, in der das Licht am schönsten ist: Die Zeit der Mitternachtssonne ist gerade vorbei und die ersten Sonnenuntergänge könnten stundenlang ein mitunter umwerfend schönes Licht über die arktischen Inseln werfen. Die Lichtverhältnisse ändern sich zu dieser Zeit schnell: Zu Beginn der Fahrt gibt es nachts gerade mal Dämmerung, aber gegen Ende macht sich die Nacht durch Dunkelheit bemerkbar (in Longyearbyen ist der Sonnenuntergang am 26.08. um 23:26 Uhr und am 11.09 um 20:33 Uhr).

Am 12. September schiffen wir uns zu unserer zweiten Herbstreise in Longyearbyen ein. Im Fokus dieser Reise steht das aktive, hautnahe Erleben der arktischen Inselgruppe Spitzbergen in aller Vielfalt: Das intensive, aktive Erlebnis der Natur, Tierwelt und Geschichte der Region, ausgehend von einem Segelschiff in traditionellem Stil. Diese Fahrt findet zu der Zeit statt, in der das Licht am schönsten ist: Die Zeit der Mitternachtssonne ist vorbei nach fast einem halben Jahr hat Spitzbergen nun erstmalig wieder einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus. Die tiefe Bahn der Sonne in hohen Breiten kann stundenlang wunderbare Lichtstimmungen in den Himmel und auf die Landschaft zaubern. Die Lichtverhältnisse ändern sich zu dieser Zeit schnell: Zu Beginn der Fahrt geht die Sonne in Longyearbyen um 20:25 Uhr unter und am Ende um 19:05 Uhr! Die schnellen Änderungen der Lichtverhältnisse geben der Jahreszeit einen zusätzlichen, reizvollen Abwechslungsreichtum.

Der Ablauf und die Route: Umrundung Spitzbergens

Fest vorgegeben ist nur der Rahmen: Wir gehen am 26. August ab 15 Uhr in Longyearbyen an Bord und verlassen die Meanderam Morgen des 11. September im gleichen Jahr und am gleichen Ort. Dazwischen werden Wind und Wetter, Tiere und Eis und wir selbst den Fahrplan bestimmen. Tag für Tag werden Rolf und der Kapitän die Lage besprechen und entscheiden, wohin die Reise geht, um je nach Verhältnissen die Erlebnisse zu maximieren und die Fahrt angenehm zu gestalten.

Wie bereits geschrieben, wollen wir auf dieser Fahrt Spitzbergen umrunden. Da das Eis sich Ende August normalerweise (Überraschungen sind nie ganz ausgeschlossen) weit von den Inseln zurückgezogen hat, das Tageslicht aber auch noch die nächtliche Fahrt ermöglicht, bietet sich diese Zeit dafür an. Daher haben wir diese Fahrt speziell mit einem entsprechend dicken Zeitpolster geplant, das eine Umrundung bei normalen Wetterumständen gut möglich machen sollte.

Auch hier sind Überraschungen nie zu 100 % ausgeschlossen. Es ist aufgrund des großzügig bemessenen Zeitpolsters sehr wahrscheinlich, dass wir Spitzbergen umrunden können, aber garantieren kann man das nicht. Wir behalten uns vor, etwa bei tagelangem Sturm am Südkap den Schwerpunkt der Fahrt auf ein vielseitiges Spitzbergen-Erlebnis mit viel Natur und vielen Landgängen zu legen. Darauf legen wir im Extremfall mehr Wert, als auf eine Umrundung mit tagelangem Schlechtwetter und Seegang auf offenen Strecken wie ums Südkap. Das ist das Kleingedruckte – hierbei geht es, wie geschrieben, um den letztlich nicht ganz auszuschließenden Extremfall; tatsächlich steht die Chance hoch, dass wir innerhalb von 16 Tagen Spitzbergen gut umrunden können.

Wenn wir mal längere Strecken fahren oder vielleicht auch mal eine Schlechtwetterphase vor Anker an Bord aussitzen, gibt es neben Zeit zum Ausspannen, für ein gutes Buch und geselliges Beisammensein und für landeskundliche Vorträge. Aber der Schwerpunkt sind die Erlebnisse draußen: sei es auf kurzen Erkundungsstreifzügen oder auf längeren Wanderungen, bei passender Gelegenheit auch gerne mit Picknick an Land anstelle des Mittagessens an Bord. Manche Orte, Gletscher beispielsweise, schaut man sich hingegen am besten vom Schiff oder Beiboot aus an. Das alles wird in allen möglichen Kombinationen unsere Tage füllen.

Der Ablauf und die Route: Spitzbergen – Eine Reise ins Licht der Arktis

Fest vorgegeben ist auch hier nur der Rahmen: Wir gehen am 12. September ab 14 Uhr in Longyearbyen an Bord und verlassen die Meanderam Morgen des 22. September. Unser Fahrtgebiet für diese Reise ist die Westküste Spitzbergens, den großen Isfjord mit eingeschlossen. Je nach Wetterverhältnissen fahren wir an der Westküste entweder nach Norden und besuchen den Forlandsund, den Kongsfjord/Krossfjord und den Nordwesten Spitzbergens. Möglicherweise geht die Fahrt auch nach Süden, Richtung Bellsund und Hornsund, je nachdem, wo die Wettervorhersage uns bessere Bedingungen prophezeit.

Wenn wir tagsüber mal eine Strecke fahren oder vielleicht auch mal eine Schlechtwetterphase vor Anker an Bord aussitzen, gibt es auch mal Zeit zum Ausspannen, für ein gutes Buch oder geselliges Beisammensein und für landeskundliche Vorträge, die wir mehrfach einbauen werden. Aber der Schwerpunkt sind die Erlebnisse draußen: sei es auf kurzen Erkundungsstreifzügen oder auf längeren Wanderungen. Manche Orte, Gletscher beispielsweise, schaut man sich hingegen am besten vom Schiff oder Boot aus an. Das alles wird in allen möglichen Kombinationen unsere Tage füllen.

Was kann ich erwarten und was wird von mir erwartet?

Die Fahrten richtet sich nicht an diejenigen, die bequem ein paar mehr oder weniger schnelle Eindrücke von Spitzbergen sammeln wollen, sondern an diejenigen, die selber gerne mit anpacken und eine expeditionsartige Reise machen wollen, bei der die Natur das Sagen hat. Wer gerne in der Natur fotografiert, wird hier zahlreiche und abwechslungsreiche Möglichkeiten finden. Landgänge und Wanderungen stehen im Fokus. Wir werden abgelegene Teile Spitzbergens kennenlernen und erwandern und uns dadurch intensive Naturerlebnisse von Seltenheitswert erschließen. Zudem legen wir Wert auf solide landeskundliche Information etwa in Form eines begleitenden Vortragsprogramms an Bord.

Bei allen Teilnehmern setzen wir Freude am Wandern durch wegloses, auch steiniges Gelände voraus sowie die Bereitschaft, zur guten Atmosphäre und zu einem reibungslosen Ablauf des täglichen Lebens an Bord beizutragen, etwa durch Gruppentauglichkeit und die Bereitschaft, bei täglich anfallenden Tätigkeiten mitzuwirken. Wir machen keinen Erholungsurlaub, aber dafür gibt es Arktis pur, spannende Erlebnisse und Stille – mit viel Zeit.

Letztlich entscheiden wir je nach Situation und nach Wetter, wie wir unseren Kurs legen, so dass wir möglichst viel Zeit bei möglichst schönem Wetter in den schönsten Gegenden verbringen, die uns zugänglich sind. Üblicherweise dauern die Landgänge zwei bis vier Stunden. Es ist nicht möglich, sich an Land individuell außerhalb der Gruppe zu bewegen; wegen der Möglichkeit, jederzeit unerwartet auf Eisbären zu stoßen, wird die Gruppe immer von einem bewaffneten Guide begleitet sein. Das Gelände ist naturgemäß generell weglos und oft auch unwegsam: Der Boden ist oft steinig-felsig, Steigungen wollen überwunden werden. Es geht nicht über Wanderwege, sondern über unwegsames Gelände. Ein Kilometer ist in Spitzbergen gefühlt doppelt so lang wie im Mittelgebirge! Grundlegende Geländegängigkeit und eine gewisse Ausdauer setzen wir bei unseren Gästen voraus, wie auch die Motivation, regelmäßig an mehrstündigen Wanderungen teilzunehmen. Die Bilder und Reiseberichte auf www.spitzbergen.de vermitteln hiervon einen realistischen Eindruck, wie auch die Infoseite „Arktisches Gelände“. Natürlich machen wir regelmäßig Pausen zum Erholen, Beobachten, Fotografieren, Erläutern, … wer aber oft viel Zeit braucht, um spezielle Interessen intensiv zu verfolgen, muss wissen, dass wir eine Gruppenreise machen, wobei es gilt, eine für die Gruppen passende Gehgeschwindigkeit und Pausenfrequenz zu finden. Wir werden für alle Interessen passende Gelegenheiten finden, aber in der Überschrift zu dieser Reise steht „Wandern“. Wer für jedes Foto das Stativ aufbauen will, muss auf dieser Fahrt diesbezüglich etwas zurückstecken.

Gesetzliche Regeln geben uns in bestimmten Teilen Spitzbergens weitgehende Bewegungsfreiheit, während andere Gebiete strenger geschützt und für Landgänge nur punktuell zugänglich sind. Wir werden die Landgänge schwerpunktmäßig dort machen, wo wir uns frei bewegen und somit je nach Wind, Wetter und Eis die am besten geeigneten Plätze aussuchen können. Das sind zu dieser Jahreszeit der große Isfjord, die Westküste Spitzbergens nördlich vom Isfjord und der Kongsfjord, sowie jeweils große Abschnitte der Nordküste und der Ostküste.

Es gibt keine einzelnen Orte oder Fjorde, deren Erreichen für uns auf dieser Fahrt über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, denn überall sind wunderbare Landschaftserlebnisse und Tierbeobachtungen möglich. Unsere Reise wird uns aber auf jeden Fall in einige der folgenden Fjorde führen. Letztlich treffen Wind, Wetter und Eis für uns die Entscheidungen. Das Naturerlebnis steht auf dieser Reise über dem Erreichen bestimmter Orte.

Was wir auf den Fahrten so sehen werden – mögliche Ziele auf unseren Spitzbergen-Reisen

• Isfjord: Der größte Fjord Spitzbergens vereint in seinen vielen Verzweigungen fast die gesamte landschaftliche und biologische Vielfalt der ganzen Inselgruppe. Dort befinden sich auch Longyearben, wo die Schiffsreise beginnt und endet. Somit bieten sich Ausflüge im Isfjord sowohl am Anfang als auch am Ende der Fahrt an. Hier könnte man problemlos auch eine Woche oder mehr abwechslungsreich gestalten! Das haben wir auf dieser Fahrt nicht vor, aber es illustriert die Vielfalt der Möglichkeiten.

• St. Jonsfjord: Ein stiller, schöner Fjord nördlich des Isfjord. Kleine Wanderungen locken mit guten Aussichten auf die farblich dezent-bunte Landschaft.

• Forlandsund: Der geringe Tiefgang erlaubt es der Meanderals einem von wenigen Schiffen, den stellenweise sehr flachen Forlandsund zwischen dem Prins Karls Forland und der Hauptinsel Spitzbergen zu passieren. In dieser Gegend hoffen wir, Walrosse am Liegeplatz beobachten zu können.

• Kongsfjord: Das landschaftliche Panorama des Kongsfjord hat schon die alten Walfänger begeistert; heute liegt dort der zu einer Forschungssiedlung umgebaute Ort Ny-Ålesund mit dem Luftschiffmast, von dem aus Amundsen und Nobile ihre berühmten Nordpolexpeditionen starteten, und dem nördlichsten Briefkasten der Welt.

• Krossfjord: Dieser Meeresarm ist mehrfach verzweigt, so dass man allein hier Tage verbringen könnte. Der landschaftlich schöne Fjord war die Bühne für historische Begebenheiten von den Walfängern bis hin zu einer deutschen Wetterstation aus den Tagen des Zweiten Weltkrieges – vor dem Hintergrund großer Gletscher und schroffer Berge. Der Krossfjord hat aber auch mit Blick auf die arktische Tierwelt einige spannende Ecken zu bieten.

• Smeerenburgfjord/Fuglefjord: Diese Fjorde sind weit weniger bekannt als der Magdalenefjord, mit ihren bis zu um 1 000 Meter hohen Bergen und großen Gletschern aber nicht weniger beeindruckend.

• Raudfjord: Die Westseite weist Arktis-Landschaft alpiner Prägung mit steilen Berghängen und Gletschern auf.

• Die Treibeiskante. Deren Lage schwankt von Jahr zu Jahr und innerhalb der Jahreszeiten. Wenn sie in Reichweite ist, sehen wir uns das Eis aus der Nähe an und hoffen auf spannende Begegnungen mit der Tierwelt der Hocharktis.

Auf den Sommer-Fahrten, wenn sich das Eis schon weiter zurückgezogen hat, kann es auch hierher gehen:

• Woodfjord: Dieser lange Meeresarm verläuft längs des Andrée-Landes mit seinen runden Bergformen und teilweise rötlich-bunten Felshängen. Der Woodfjord hat zwei Abzweige, den Bockfjord und den Liefdefjord.

• Bockfjord: Dieser recht kleine Nebenarm des Woodfjord ist aufgrund seiner besonderen Geologie bekannt, denn hier steht die einzige Vulkanruine Spitzbergens, das Sverrefjellet. Kleine warme Quellen erinnern an die vulkanische Aktivität, die mittlerweile in einiger Vergangenheit liegt.

• Wijdefjord: Dieser Fjord fällt auf der Karte schon wegen seiner geraden, langen Form ins Auge. Auf der Westseite liegt das Andrée-Land, auf der Osteite erhebt sich die stark vergletscherte Hochebene Ny-Friesland. Im inneren Wijdefjord beherrscht der Mittag-Leffler-Gletscher das Bild. Im Wijdefjord spielten sich 1912/13 einige Dramen der tragisch gescheiterten Schröder-Stranz-Expedition ab. Der Wijdefjord wird eher selten befahren, bietet aber schöne Landschaften und Landemöglichkeiten.

Und bei den Umrundungsfahrten können auch diese Ziele auf unserer Route liegen:

• Die Hinlopenstraße trennt die Hauptinsel Spitzbergen vom Nordaustland, der zweitgrößten Insel des Archipels. Für die Landschaft zu beiden Seiten dieser Meeresstraße sind großartige, weitläufige Landschaften mit riesigen Eiskappen charakteristisch. In der Hinlopenstraße gibt es große Vogelkolonien und gute Chancen zur Sichtung anderer Tiere. Die Vegetation ist vielerorts so spärlich, dass die Gegend ökologisch die Bezeichnung „Polarwüste“ verdient.

Nordaustland: Die zweitgrößte Insel der Inselgruppe ist größtenteils vergletschert und hat die längste Gletscherabbruchkante der gesamten nördlichen Hemisphäre aufzuweisen.

• Die schmale Meerenge Heleysund zwischen Barentsøya und Spitzbergen hat zeitweise beeindruckende, starke Gezeitenströmungen und ist somit nur bei guten Bedingungen passierbar, alternativ fahren wir durch den Freemansund zwischen Barents- und Edgeøya.

• Im Südosten der Inselgruppe liegen die Inseln Barentsøya und Edgeøya mit ihren typischen, weitläufigen Plateauberglandschaften. Weniger stark vergletschert als etwa das Nordaustland, haben Barents- und Edgeøya weite, saftig erscheinende Tundragebiete mit großen Rentierbeständen, während andernorts mächtige Kliffküsten das Land unzugänglich erscheinen lassen.

• Im nördlichen Storfjord, der zwischen Spitzbergen und den südöstlichen Nachbarinseln Barentsøya und Edgeøya liegt, befindet sich der Negribreen, einer der größten Gletscher Spitzbergens. An der wilden Ostküste Spitzbergens gibt es einige Buchten und Küsten, die wir anlaufen und erkunden können.

• Das Sørkapp (Südkap) ist eine exponierte Ecke mit ungeschützten Gewässern. Auf dieser Strecke werden wir erfahrungsgemäß Strecke machen, d.h. wahrscheinlich einen Seetag einlegen.

• Der Hornsund hat nicht zu Unrecht den Ruf eines landschaftlichen Höhepunktes, reihen sich um ihn doch mehrere große Gletscher und einige sehr sehenswerte Berge.

• Im Bellsund bietet sich landschaftlicher Abwechslungsreichtum von weiten Tundragebieten über eine Reihe charakteristischer Inselchen und Landvorsprünge – bedingt durch eine ganz eigene, sehenswerte Geologie – bis hin zu schönen Bergen. Am Ufer stößt man allerorts auf Überbleibsel aus der „Goldsucherzeit“ im frühen 20. Jahrhundert, als kleine Bergwerke überall aus dem Boden schossen wie woanders Steinpilze.

Die SV Meander – unser schwimmendes Hotel

Die Meanderwurde 1946 auf einer deutschen Werft in Hamburg gebaut. Diese Werft in Finkenwerder war damals bekannt für den Bau von starken Schiffen und baute die Meandermit einem eisverstärkten Rumpf ‒ ideal für unsere Reiseziele. Bis in die 1990er Jahre wurde die Meander als Fischereifahrzeug betrieben. 1995 wurde sie für die Beförderung von Passagieren zu einem komfortablen Segelschiff umgebaut. Das Schiff hat Stürme bis Windstärke 11 in der berüchtigten Drake-Passage rund Kap Hoorn problemlos überstanden und kann daher fraglos als bewährtes Seeschiff bezeichnet werden.

2016 wurde sie zurück in den Charterbetrieb gebracht und seitdem mit viel Liebe und Leidenschaft für ihr heutiges Fahrtgebiet umgebaut. 2021 stieg Mario Czok als Kapitän und Co-Eigner mit ein und seit 2023 ist Mario mit seiner Firma Sailing Expeditions alleiniger Eigner. Heute kann die Meander 12 Passagiere und bis zu 6 Besatzungsmitglieder befördern. Sie fährt mit einer guten Geschwindigkeit von 6-7 Knoten und bietet Komfort und Gemütlichkeit. Die Meanderist nach niederländischen Vorschriften gebaut und für die weltweite Fahrt ausgestattet. Moderne Navigationsgeräte, Generatoren und sogar Sonnenkollektoren sorgen dafür, dass die Meander lange Zeit autark sein kann. Eine Zentralheizung hält es an Bord schön warm und gemütlich.

Die traditionelle Takelage und der robuste Schiffsrumpf machen diesen Zweimast-Stagsegelschoner zu einem besonders seetüchtigen Segelschiff. Aufgrund ihrer Rumpfform und -länge liegt die Meandergut im Wasser. Durch die einfache Handhabung der Segel und die guten Segeleigenschaften können auch Personen ohne Segelerfahrung aktiv am Segeln teilnehmen.

Leben an Bord & Unterkunft

Unser schönster Platz im Innenbereich ist der große Sitz- und Essbereich auf dem Achtereck der Meander. Darüber hinaus bietet das Deck bei schönem Wetter zusätzliche Sitzplätze. Für die warmen Regionen gibt es eine Klimaanlage an Bord (die werden wir in der Arktis wohl eher nicht brauchen) und wenn es kalt ist, haben wir eine gute Zentralheizung. Im Deckhaus befinden sich ein gemütlicher Salon und eine vom Salon separate Küche. Unter Deck befinden sich für die Passagiere sechs Doppelkabinen mit je einem Waschbecken. Zwei dieser Kabinen sind jeweils mit eigener Dusche und Toilette ausgestattet („Komfortkabinen“). Die „Standardkabinen“ teilen sich Dusche und zwei Toiletten.

Bei Segelmanövern und an Bord sind gelegentlich helfende Hände gefragt. Segelerfahrung ist nicht notwendig. Wer will, kann sich bei passenden Gelegenheiten in einen Leichtmatrosen verwandeln ‒ eine spannende Erfahrung! Aber keine Verpflichtung. Passagiere nehmen in Spitzbergen normalerweise nicht am Wachschema teil (sollte das jemand wollen, kann man darüber natürlich reden); nur auf längeren Überfahrten, etwa zwischen dem norwegischen Festland und Spitzbergen, liegt eine solche Einteilung nahe, aber nicht auf einer Reise, die in Longyearbyen beginnt und endet.

Das gemeinschaftliche Anfassen beim Segelsetzen macht Spaß, und wir gehen davon aus, dass alle Teilnehmer zumindest an der gelegentlichen, aktiven Teilnahme Freude haben. Ein Segelschiff ist kein Kreuzfahrtschiff, auf dem täglicher Rundum-Service dazugehört: Man stellt zumindest die benutzte Kaffeetasse zurück und Hilfe beim Abwasch nach den Mahlzeiten ist willkommen. Täglichen Kabinenservice gibt es auf einem Segelschiff nicht. Bettwäsche und Handtücher sind an Bord.

Fotografie – die schönste Erinnerung

Bei unseren Reisen ist man nicht zwingend auf eine eigene hochwertige Ausstattung angewiesen: Fahrtleiter Rolf Stange ist mit einer guten Fotoausrüstung ausgestattet und teilt seine Fotos mit allen Teilnehmern. Eine entsprechend umfassende und repräsentative Auswahl der Bilder werden nach der Reise in einen Cloud-Ordner gelegt und der Download-Link per Mail zugesendet.

“Kleingedrucktes” zu unseren Erlebnissen auf der Tundra und an Bord

• Wir werden keine Gelegenheit zum Segeln ungenutzt verstreichen lassen, aber bei unserer Fahrt steht das Erlebnis “Arktis” im Vordergrund und ist wichtiger als das Erlebnis “Segeln”. Wer eine Segel-Herausforderung sucht, wird in Spitzbergen wahrscheinlich nicht ganz glücklich, da der Motor bei ungünstigem Wind regelmäßig genutzt werden wird.

• Die Meanderist ein sehr schönes Schiff mit einer authentischen Polarschiff-Atmosphäre. Von Deck aus und unter zwei Masten, mit nur maximal 12 Passagieren, ist Spitzbergen ein anderes Erlebnis als auf einem großen Kreuzfahrtschiff. Versprochen! Das bringt andererseits mit sich, dass der Luxus sich in Grenzen hält: Es gibt keinen Fitness-Raum, keine Panorama-Lounge und keinen regelmäßigen Kabinenservice. Die Kabinen sind klein, aber zweckmäßig, und alle fassen an Deck und im Schiff gelegentlich mit an. Diese Aufgaben teilen sich alle Teilnehmenden, so dass die Beteiligung für den Einzelnen Erlebnis und nicht Arbeitslast ist.

• Die Reise soll uns Spitzbergen in möglichst vielen Facetten nahebringen. Wir streben keine reine Wildlife-Safari an, sondern ein vielseitiges Erlebnis, zu dem natürlich auch Tiersichtungen gehören können und sollen. Mit anderen Worten: Wir werden ganz sicher keine reine “Eisbärensafari” betreiben. Die Wahrscheinlichkeit, Eisbären zu sehen, ist gut, wobei innerhalb der Zwölfmeilenzone ein Abstand von 500 Metern einzuhalten ist. Rentiere werden wir bestimmt sehen, und die Chancen für Sichtungen von Walrossen und Eisfüchsen sind ebenfalls gut. Es gibt aber keine Garantie dafür, eine bestimmte Tierart zu sehen, und wie nah oder wie weit ein Tier von uns weg sein wird, wissen wir vorher auch nicht. Spannende Begegnungen sind jederzeit möglich!

• Die stets gegebene Möglichkeit, an Land immer und überall auf mitunter schlechtgelaunte Eisbären zu treffen, bringt mit sich, dass wir ausnahmslos zusammenbleiben. Individuelle Exkursionen sind nicht möglich. Fahrtleiter und Guide werden bewaffnet sein und sämtliche Landgänge begleiten. Wir erwarten von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dass sie sich innerhalb der Gruppe an den Wünschen und Bedürfnissen der Allgemeinheit (formuliert durch den Fahrtleiter/Guide) orientieren. Damit sind die allermeisten erfahrungsgemäß auch sehr zufrieden, aber wer ohne Kompromisse eigene Interessen verfolgen will, ist hier falsch.

• In Spitzbergen gelten strenge Bestimmungen für den Schutz der Natur und historischer Stätten. Fahrtleiter und Kapitän werden Sie fortlaufend informieren und Sie verpflichten sich, Anweisungen Folge zu leisten.

• Die Wanderungen sind im schneereichen Frühsommer eher kurz, können aber dennoch anstrengend sein. Sie müssen eine insgesamt gute Gesundheit haben und ausreichend fit sein für mehrstündige Wanderungen in weglosem Gelände. Extremsport und technisches Klettern etc. stehen natürlich nicht auf dem Programm, Sie müssen aber Spaß am Wandern haben, auch in weglosem, steinigem Gelände. Die Bilder und Reiseberichte auf www.spitzbergen.de vermitteln hiervon einen realistischen Eindruck. Wir erwarten von allen Teilnehmern, dass sie hinsichtlich Gesundheit, Ausdauer und Trittsicherheit in der Lage sind, an den Wanderungen wie beschrieben auch teilzunehmen, sowie die entsprechende Motivation hierzu. Eine Wanderung über mehrere Kilometer und mehrere hundert Meter Höhendifferenz über schneebedecktes oder steiniges Gelände darf für Sie keine abschreckende Vorstellung sein. Natürlich machen wir regelmäßig Pausen zum Erholen, Beobachten, Fotografieren, Erläutern und Genießen. Aber diesen Anforderungen müssen Sie entsprechen, daran führt kein Weg vorbei. Eine ehrliche Selbsteinschätzung ist hierbei unerlässlich. Teilnehmer, die nicht zur Teilnahme an bestimmten Touren in der Lage sind, können vom Kapitän oder Fahrtleiter von diesen Touren ausgeschlossen werden, um den guten und sicheren Ablauf für alle zu gewährleisten. Daraus ergibt sich kein Anspruch auf Erstattung.

• Alle müssen in der Lage sein, etwa im unwahrscheinlichen Fall eines Notfalls wie Feuer aus eigener Kraft jederzeit schnell an Deck zu gelangen. Teilnehmer, die dazu erkennbar nicht in der Lage sind, können vom Kapitän oder Fahrtleiter auch kurzfristig von der Teilnahme an der Reise ausgeschlossen werden, wenn ihre Sicherheit an Bord im Fall von Notfällen, beispielsweise Feuer, nicht gewährleistet werden kann. Daraus ergibt sich kein Anspruch auf Erstattung.

• Seegang wird kein alltägliches Erlebnis sein und wir machen die Planung unterwegs mit dem Wetterbericht im Blick. Aber dennoch ist Seegang nicht auszuschließen und gehört letztlich auf einer Segelschiffreise auch mal dazu. Sie müssen in der Lage sein, sich auch bei Seegang sicher durch das Schiff zu bewegen. Auch das Ein- und Aussteigen in die Beiboote darf Sie nicht vor Probleme stellen.

• Gelegentlich wird die Frage gestellt, ob es eine Altersgrenze gibt. Die Antwort ist: Nein. Regelmäßig erleben wir rüstige Teilnehmer älteren Baujahrs, denen die jüngere Generation in Bezug auf Wanderfreude und -fähigkeit mitunter neidisch hinterherschaut.

• An Bord der Meanderist kein Arzt. Im Falle von medizinischen Notfällen wird in Spitzbergen der Rettungshubschrauber aus Longyearbyen angefordert. Mit mehrstündigen Verzögerungen vom Notruf bis zum Eintreffen im Krankenhaus in Longyearbyen muss gerechnet werden, bei schlechtem Wetter kann es deutlich länger dauern. Eine komplette medizinische Versorgung steht in Longyearbyen nicht zur Verfügung, im Notfall kann ein Ambulanzflug nach Tromsø erforderlich werden, was zusätzlich viel Zeit und Geld kostet. Ihre eigene Krankenversicherung / Reiseversicherung muss ggf. die Kosten einer solchen Operation decken. Vor Fahrtbeginn erhalten Sie ein Formular, damit medizinisch relevante Informationen vorliegen. Auf diese können der Kapitän und der Fahrtleiter unterwegs zugreifen, um sie im Bedarfsfall einem Arzt zur Verfügung stellen zu können.

• Zur Ausrüstung bitten wir, das Infoblatt “Ausrüstungsliste” zu beachten, erhältlich als pdf-Datei auf www.Spitzbergen.de, über die Geographische Reisegesellschaft oder spätestens nach Buchung mit Ihren Reiseunterlagen.

• Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen, Änderungen und Irrtum bleiben aber vorbehalten.

Was kosten die Reisen und was bekomme ich dafür?

Termine                                  Standard-Kabine pP               Komfort-Kabine pP

26.05. – 03.06.2026                              3950 €                                     4250 €

04.06. – 13.06.2026                              4350 €                                     4750 €

01.07. – 09.07.2026                              3990 €                                     4450 €

09.07. – 23.07.2026                              6890 €                                     7390 € 

26.08. – 11.09.2026                              7490 €                                     7990 €

12.09. – 22.09.2026                              4590 €                                     4990 €

26.05. – 03.06.2027                              4150 €                                     4490 €

04.06. – 13.06.2027                              4590 €                                     4990 €

01.07. – 09.07.2027                              4190 €                                     4590 €

09.07. – 24.07.2027                              7290 €                                     7790 €

26.08. – 11.09.2027                              7690 €                                     8190 €

12.09. – 22.09.2027                              4790 €                                     5250 €

Reiseleistungen

  • Segelschiffreise mit der SV Meander ab/bis Longyearbyen (Spitzbergen)
  • Einschiffen ist geplant ab 15 Uhr (für Reisen ab dem 09.07. ab 18.30 Uhr), Ausschiffen ist geplant gegen 10 Uhr
  • Reiseverlauf entlang der West- und Nordküste Spitzbergens (für Reisen ab dem 09.07. und ab dem 26.08. ist eine Umrundung der Hauptinsel -West-Spitzbergen geplant); Reiseverlauf ist witterungsabhängig
  • Unterbringung in der gebuchten Kabinenkategorie: 2-Bett-Komfort-Kabine oder 2-Bett-Standard-Kabine (als Doppelkabine, 1/2 Doppelkabine, Kabine zur Alleinbenutzung*)
  • Bettzeug und Handtücher sind in den Kabinen vorhanden
  • Verpflegung inklusive: 3 Mahlzeiten am Tag (am An- und Abreisetag nur Abendessen bzw. Frühstück), für Wanderungen werden statt Mahlzeiten an Bord Lunchpakete bereitet
  • Getränke inklusive: Wasser, Tee, Kaffee
  • alle notwendigen Bootstransfers
  • kompetente deutschsprachige Reiseleitung durch Rolf Stange (Dipl. Geograph) und ggf. einen weiteren Co-Reiseleiter
  • CO2-Abgabe für die angenommene Fluganreise ab/bis Frankfurt an atmosfair – gGmbH

*(Kabinen zur Alleinbenutzung auf Anfrage; der Preiszuschlag beträgt 50 % des Preises pro Person)

Kontakt, bzw. und wie geht’s weiter?

Wenn Sie weitere Fragen haben zum Schiff oder zu Spitzbergen und dem, was wir dort sehen und erleben wollen, dann wenden Sie sich gerne an Rolf Stange.

Wenn Sie sich für diese Fahrt vormerken lassen beziehungsweise buchen wollen, wenden Sie sich gerne an Uwe Maaß von der Geographische ReiseGesellschaft GmbH

Tel. 02536 3435692 oder per E-mail an info@geo-rg.de

Wir freuen uns auf die Fahrt und hoffen, Euch dort zu sehen!

Viele Grüße,

Euer Rolf und Uwe