Norwegen ´25 – Orcas und Nordlichter

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Bei dieser Reise hat es Frau Holle wirklich gut gemeint. Unmittelbar vor unserer Fahrt schneite es und diese winterliche Schneelandschaft begleitete uns über die gesamte Reise und ermöglichte wunderbare Wanderungen durch tiefen Pulverschnee. Aber von Anfang an: wir gingen am 11. November in Tromsø an Bord der SV Meander und sollten acht Tage später hier auch wieder die Leinen fest machen. Unser Kurs ging Richtung Nordosten, vorbei an den Lyngen-Alpen bis in den Kvænangenfjord mit seinen Seitenarmen, dem Jøkelfjord und dem Burfjord. Es sollte sich nämlich herausstellen, dass die Wale sich in Folge der Heringsschwärme bis weit in diese Fjorde hinein begeben haben. Und wollten wir Wale sehen, dann mussten wir eben hierher. Orte zum Ankern braucht man natürlich auch und so fanden wir bei den Inseln Skorpa und Spildra geschützte Buchten und auch im Burfjord ließen wir den Anker nieder. Die verschneite Landschaft lud ein, ausgerüstet mit warmen Sachen und Stirnlampen, schöne Wanderungen zu unternehmen. Die hellen Stunden der Tage konnten wir gut nutzen, um zu den Fressplätzen der Orcas und der Buckelwale zu fahren. Und dann? Mein lieber Kokoschinski! Wale ganz nah am Schiff und welche, die unter der Meander durchtauchten; es war geradezu berührend, und das immer wieder an einigen Tagen hintereinander.

Die weiteren Stationen auf unserer Reise waren aber nicht weniger schön. Der alte Handesplatz und geradezu museale Ort Hamnnes präsentierte sich ebenso verträumt im weißen Wintermantel wie alles übrige auch. Der tief verschneite Wald und die Aussicht auf die Lyngen-Alpen drängten eine Schneeschuhwanderung geradezu auf. Bei Finnkroken legten wir dann abends bei mächtigem Schneetreiben an, konnten dann aber am Folgetag eine wunderbare und informative Führung durch den Ort mit seiner wechselvollen Geschichte erleben.

Zurück in Tromsø konnte man kaum glauben, dass all diese Erlebnisse und Eindrücke in eine Woche gepasst haben, aber dem war so. Und wer mochte, blieb auch noch für einen oder einige Tage in der Stadt, es lohnt sich in jedem Fall!

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